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Name: Jakob Schedler
Titel der Arbeit: Grenzüberschreitung. Die ISAF in Afghanistan im März 2010.
Hochschule:
Hochschule Darmstadt
Jahr:
2010
Betreuender Professor:
Jenny 8 del Corte Hirschfeld
eMail: kontakt@jakobschedler.de
Website: www.jakobschedler.de / www.in2clothing.com

Wer bist du und was machst du gerade?

Ich heiße Jakob Schedler und bin gerade mit meinem Semesterpraktikum bei Ogilvy & Mather Advertising in Frankfurt fertig. Jetzt wird schnell in Darmstadt auf der Mathildenhöhe zu Ende studiert und fleißig gearbeitet währenddessen.

Um was geht es in deiner Arbeit?

Thema Grenzüberschreitung. Ich bin von einem Artikel ausgegangen, der von einem amerikanischen General handelt, der die International Assistance Force (kurz ISAF) kommandiert.
Die Grenze die er laut Artikel überschreitet ist das in Erwägung ziehen der Verhandlung mit den Taliban. Zum ersten mal überhaupt soll eine Verhandlung mit dem Feind eingegangen werden.
Das ist die Grundlage für meinen Entwurf. Mein Grundgedanke konzentriert sich auf die Visualisierung der Daten, die seit Kriegsbeginn 2001 angefallen sind. Und das sind einige. Entstanden sind vier Plakate die jeweils einen Schwerpunkt aufgreifen. Die Länge oder die Breite sind dabei immer 1,63 m im Original.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Die entstanden Plakate sind jeweils entweder 1,63 m lang oder breit. Sie wirken sehr schön im Original.
Besonders finde ich die unwahrscheinliche Kraft von Infografiken, ausgehend von Text etwas zu veranschaulichen!

Warum hast du dich gerade mit diesem Thema beschäftigt und was möchtest du mit deiner Arbeit erreichen?

Das Thema war während des Vordiploms vorgegeben und für alle bindend. Den Schwerpunkt konnten wir selber wählen.
Wir sollten in unserem Kurs Tuch eine Google Suche nach Grenzüberschreitung einen Schwerpunkt finden.
Die meisten Treffer haben einen Schwerpunkt der im sozialen Bereich der Gesellschaft liegt, Mißbrauch von Drogen, Medikamenten oder Menschen.
Oder Schicksale, Dramen und Ähnliches tauchte in den Suchergebnissen auf. Oder der Artikel über den amerikanischen General, der die International Assistance Force (kurz ISAF) kommandiert.
Mit sozialen Dramen will ich mich nicht unbedingt beschäftigen.

Welchen Stellenwert hat aus deiner Sicht ein Designer? Welchen Bezug zu Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung siehst du dabei?

Der Designer gestaltet. Hier und jetzt. Also hat er natürlich Verantwortung zu tragen. Die jeweiligen Mittel müssen immer in vernünftiger Relation zum Endprodukt stehen.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit / soziale Verantwortung in deinem Leben?

Ich habe im Oktober 2010 das T-Shirt Label IN2 gegründet.
Nachhaltigkeit ist mir bei der Produktion sehr wichtig. Deshalb arbeite ich mit Continental Clothing zusammen, die sich an ökologische Standards bei der Produktion halten und Mitglied in der Fair Wear Fundation sind, welche sich für menschengerechte Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten einsetzt.
Doch das reicht mir noch nicht. Ich möchte nicht nur nachhaltig arbeiten sondern noch lange leben. Deswegen bin ich momentan auf der Suche nach einer Hilfsorganisation die sich für den Erhalt der Umwelt einsetzt. Ein Teil des Gewinns wird gespendet.

Wie geht’s weiter? Gibt es schon neue Projekte?

Das T-Shirt Label bekommt Aktionen. Seid gespannt und freut euch! Es wird lustig.
Schaut doch mal vorbei www.in2clothing.com

Tolle Arbeit! In einer Zeit, in der Wikileaks Millionen von brisanten Daten und Dokumenten der Öffentlichkeit zugänglich macht, ist es auf jeden Fall hilfreich, wenn Designer wie Jakob diese Zahlen- und Buchstabenkolonnen visuell erfahrbar und damit auch ein Stück verständlicher machen.

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