[svgallery name=“seeds_friesch“]

Name: Christina Friesch
Titel der Arbeit: vorbehaltlich nachhaltig
Hochschule:
HTWG Konstanz
Jahr:
2010
Betreuender Professor:
Valentin Wormbs, Brian Switzer
Website: www.vorbehaltlich-nachhaltig.de

Wer bist du und was machst du gerade?

Christina Friesch ist mein Name, die Masterarbeit entstand an der HTWG Konstanz im Sommersemester 2010. Jetzt bin ich gerade dabei, mir zu überlegen, wo ich arbeiten möchte und mich dort auch zu bewerben.

Um was geht es in deiner Arbeit?

Mit diesem Projekt möchte ich auf das Thema nachhaltiger Gestaltung aufmerksam machen, das Bewusstsein der Designer dahingehend schärfen und Informationen für ein mögliches Regelwerk liefern. Ein Manifest soll die Gedanken dazu in Bewegung bringen.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Der theoretische Teil ist lediglich Recherchearbeit und eine Begründung des Manifests. Das besondere am Manifest selbst sind natürlich die 10 Thesen, unterfüttert mit Aussagen aus Interviews mit relevanten Menschen. Kleine Illustrationen unterstreichen die jeweilige Aussage. Diesen Teil kann sich jeder selbst ausdrucken und nach Anleitung fadenbinden und wer mag, natürlich auch ergänzen.

Warum hast du dich gerade mit diesem Thema beschäftigt und was möchtest du mit deiner Arbeit erreichen?

Warum dieses Thema – für mich selbst wieder aktuell durch die letzten Auswirkungen des Klimawandels:  bei der ersten Recherche wurde klar, dass die Frage der Verantwortung nicht neu ist. Aber trotzdem besteht Nachholbedarf auch unter Designern.
Und zu diesem Thema kann viel gesagt werden. Aus diesem Grund sollen sich möglichst viele Designer dazu zu Wort melden. Je größer die Beteiligung, desto besser der Leitfaden. Die Form des Manifestes steht als Blaupause für ein interaktives Regelwerk nachhaltiger Gestaltung, das jederzeit erweiterbar ist.

Welchen Stellenwert hat aus deiner Sicht ein Designer? Welchen Bezug zu Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung siehst du dabei?

Ist die Gesellschaft von einem Problem betroffen, so ist gerade dann ein jedes Individuum gefordert. Gestalter genießen in der aktiven Mitwirkung eine übergeordnete Stellung, derer sie sich nicht immer im Klaren sind. Ihr Handeln kann weitere Individuen beeinflussen. Sie können aufklären, beeinflussen, motivieren, Systeme lesbar machen, bessere Lösungsansätze für bestehende Probleme kreieren, oder ihren Kunden Gegenentwürfe vorstellen … und da geht noch mehr!

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit / soziale Verantwortung in deinem Leben?

Im Alltag versuche ich vor allem auf die kleinen Dinge (Lebensmittelkauf, anständig recyceln, nicht so viel Heizen, nicht jeden Entwurf ausdrucken etc.) zu achten, muss aber trotzdem immer wieder Kompromisse eingehen. Das Thema spielt für mich schon eine große Rolle, aber ich verhalte mich diesbezüglich nicht wirklich immer vorbildlich.

Mein Traum wäre es auf jeden Fall, auch im Designbereich an diesem Thema zu arbeiten.

Wie geht’s weiter? Gibt es schon neue Projekte?

Momentan bin ich daran, den Blog zum Projekt fertig zu gestalten. Dort kann man sich das Manifest als PDF runterladen und natürlich feedback geben. Alles andere ist leider noch in den Kinderschuhen, daher kann ich erstmal noch nichts genaueres dazu sagen.

Ich durfte schon vorab einen Blick in das Manifest werfen und bin begeistert. Ich freue mich immer wieder wenn sich Designer auch theoretisch und inhaltlich mit ihrer Arbeit auseinandersetzen und in Bezug zu ihrer Umwelt bringen. Ich freue mich schon auf die Projekt-Website. Wir werden euch auf unserer Facebook-Seite auf dem Laufenden halten.

kommentare