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Name: Juliane Hofmann
Titel der Arbeit: „IDeal – Kommunikationsdesign für eine Mode-Brand“
Hochschule: BTK
Jahr:2008
Betreuender Professor: Professor: C. Schlimok
eMail: julianehofmann@rocketmail.com
Website: www.kommunikation-visuell.de

Wer bist du und was machst du gerade?

Ich bin Grafik-Designerin im Eulenspiegel Verlag. Zuletzt arbeitete ich als Junior-Art-Direktorin in einer mittelgroßen Werbeagentur. (Vor meinem Studium war ich als Krankenschwester tätigt.) Meinen stetigen Anreiz und Ausgleich finde ich als expressionistische Malerin und als Fotografin. Selbstständig nehme ich außerdem kleinere Aufträge privater Kunden entgegen.

Um was geht es in deiner Arbeit?

Kommunikationsdesign für eine Mode-Brand mit integrierter Sozialkampagne –  die Kreation eines urbanen, alternativen Berliner Labels, das legere fair-trade-„Öko“-Klamotten – bedruckt mit sozialkritischen Motiven anbietet.  Die Drucke sind mittels Siebdruck manuell aufgebracht.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Die Marke „IDeal“ ist gewillt, bestehende Ideale zu erweitern und steht für die Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft, dem Kapitalismus und sich selbst. Eine Institution für Konsum mit gutem Gewissen, die „politisch korrekt“ ist.

Warum hast du dich gerade mit diesem Thema beschäftigt und was möchtest du mit deiner Arbeit erreichen?

Mode und Politik sind eng verknüpft. Und: Mode ist ein geeignetes omnipräsentes Medium für die Gestaltung einer „besseren“ Welt. Als Fashion-Interessierte mit sozialem Gewissen erfand ich also eine Marke mit idealem Profil. „IDeal“ eröffnet dem Konsumenten die Möglichkeit für ein kosmopolitisches Understatement.

Welchen Stellenwert hat aus deiner Sicht ein Designer? Welchen Bezug zu Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung siehst du dabei?

Als  Designer hast du die Möglichkeit deine Umwelt zu gestalten, schöner und besser zu machen, ein Stück der Geschichte der modernen Zeit zu sein. Design ist die Symbiose zwischen Kunst und Kommerz.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit / soziale Verantwortung in deinem Leben?

Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein bedeutet für mich persönlich mehr, als nur den Müll zu trennen. Daher versuche ich auch durch meine Arbeiten darauf aufmerksam zu machen, dass unsere „heile“ Lebenswelt mehr denn je bedroht  ist.

Wie geht’s weiter? Gibt es schon neue Projekte?

Die Konzeptidee der Diplomarbeit lässt sich auch wunderbar in kleinerem Rahmen realisieren. So sind einige Einzelstücke entstanden, die in einem kleinen Kundenkreis große Begeisterung gefunden haben. Derzeit widme ich mich jedoch eher der konzeptionellen Fotokunst, ein Projekt mit sozialem Anspruch ist  jedoch nicht auszuschließen.

Vielen Dank für das Interview. Ich bin mir sicher, dass sich der kleine Kundenkreis noch vergrößern lässt … besonders weil einen die Stücke nicht mit platten Öko-Botschaften anschreien, sondern das Thema sehr schön übersetzen.

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