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Name: Nora Korn & Christoph Köhler
Titel der Arbeit: learning from
Hochschule: FH Mainz
Jahr: 2009
Betreuender Professor:
Stefan Hauser
eMail: info@learningfrom.de
Website: www.learningfrom.de

Wer seid ihr und was macht ihr gerade?

Wir sind Nora Korn und Christoph Köhler, beide Designstudenten in Mainz.

Um was geht es in eurer Arbeit?

Wir haben Sperrmüll über einen Zeitraum von drei Monaten dokumentiert und gesammelt. Daraus entstanden zum einen eine Diaserie über 50 Sperrmüllhaufen und zum anderen elf Objekte aus neu kombiniertem, umgebautem und umfunktioniertem Sperrmüll – dokumentiert in einem Katalog.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Das Besondere ist, dass wir die Sachen mit denen wir gearbeitet haben, alle auf dem Sperrmüll gefunden haben.

Warum habt ihr euch gerade mit diesem Thema beschäftigt und was möchtet ihr mit eurer Arbeit erreichen?

Das  Kursthema war „Learning from Mainz“. Wir haben uns für die Stadt sensibilisiert und sind dabei auf dieses Thema gestoßen. Dahinter steckt, dass wir ein verändertes Konsum- und Müllverhalten haben. Dahinter steckt aber auch, die Frage nach dem Wert, den gewisse Dinge für uns haben. Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um? Die Arbeit soll keinen Zeigefinger erheben, sondern vielmehr auf das Potential einer solchen Inspirationsquelle hinweisen.

Welchen Stellenwert hat aus eurer Sicht ein Designer? Welchen Bezug zu Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung seht ihr dabei?

Design ist heute allgegenwärtig. Was einerseits gut ist, da es wirklich viele schöne Produkte, Magazine und Bücher gibt. Auf der anderen Seite haben wir dadurch das Problem, dass vieles der Form und nicht mehr dem Inhalt folgt. Durch Design tragen wir heute somit auch ein wenig zur Verblendung bei – was früher der Werbung vorbehalten war. Es geht uns vor allem darum, die richtigen Fragen zu stellen, etwas tieferes zu schaffen, produzieren zu können und nicht bloß das „Bling Bling“, die Hülle.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit / soziale Verantwortung in euren Leben?

Es nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Es wird einem immer bewusster, dass man selbst etwas an der Situation ändern kann und auch muss.

Echt der Hammer was auf den Straßen so rumsteht und was man daraus noch alles machen kann. Vielen dank, dass ihr beide euch aufgemacht habt uns für die Schätze der Sperrmüllhaufen die Augen zu öffnen.

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